Tradition · Meer
Marokkanische Sardinen: vom Atlantik in die Dose
Marokkos Atlantikküste gehört zu den reichsten Sardinengründen der Welt. Der Fisch wird in Häfen von Safi bis Agadir und darüber hinaus angelandet, frisch vom Grill gegessen und in Dosen für die halbe Welt verpackt.
Veröffentlicht am

Ein Sardinenland
Der Fisch ist die Europäische Sardine, Sardina pilchardus. Nach FAO-Zahlen um das Jahr 2000 stellte Marokko fast die Hälfte der Weltproduktion dieser Art, und es gilt regelmäßig als größter Produzent und Exporteur von Sardinenkonserven weltweit. Die Branche ernährt Fischer, Konservenfabriken und ganze Städte an der Küste.
Die Häfen
Die Konservenindustrie wuchs vor allem in Safi und Agadir; auch Essaouira und Laâyoune sind wichtige Sardinenhäfen. Die Fänge sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen, und die Behörden haben Maßnahmen ergriffen, um die Ausfuhr gefrorener Sardinen zu begrenzen und die Versorgung im Land zu sichern.
Vom Grill
In den Küstenstädten werden frische Sardinen am Hafen über Holzkohle gegrillt, mit Chermoula gefüllt, einer Paste aus Kräutern, Knoblauch und Gewürzen, oder zu kleinen Fischbällchen in Tomatensoße verarbeitet. Ein Teller gegrillter Sardinen mit Brot ist eines der einfachsten und besten Essen an der Küste.
Von der Dose zum Koffer
Das Motiv Questionable Plans verwandelt eine marokkanische Sardinendose in einen Koffer voller gestreifter Fouta-Tücher: ein Alltagsgegenstand der Küste, neu gedacht für eine Reise, die vielleicht nicht ganz durchdacht ist.


